In den 90-ern begann man in Europa allmählich, die Autos an Kreuzungen umeinander herumzuführen. Die Ampeln wurden abgeschraubt, seither in allen Ländern zig-Tausend Kreisels gebaut. Mit und ohne Kunst in der Mitte. Das sei die Bewusstseinskonsequenz des Wassermannzeitalters, das uns allen ein zunehmend bewegliches Vorstellen verschafft (weil sich der Frühlingspunkt der Sonne in einem Luftzeichen befinde, weil Wassermann ja doch ein Luftzeichen sei, hat man mir erklärt - ganz genau habe ich es auch nicht verstanden).

Auf jeden Fall gilt: wir müssen nicht frontal aufeinander los, um uns dann von zwei Farben sagen zu lassen, was läuft. Eine davon kann uns im Zentrum eines menschenleeren Strassenspinnennetzes einer Grossstadt mitten in der Nacht um 03.45 Uhr eine minutenlange Gehorsamsprüfung aufzwingen. Das ist mit dem Kreisel vorbei. Wir haben verstanden, dass wir uns auch höchst elegant aus dem Weg gehen können. Wir müssen nur in gebogenen Richtungen zu denken beginnen. Dann wird die Gerade zur längsten Verbindung zwischen zwei Punkten.

Und aus diesem Grunde wartete ich seit Jahren auf das Internet 3.0, welches die geistlose Eindimensionalität (immer mehr nach rechts füllen und nach links diliiiten) in kosmische Dimensionen hebt, dorthin, wo sich Kreise in ewigen Götterbahnen umschlingen. - Jetzt ist es da! Und es funktioniert!! - Auch im Begriff himmlischen Sphärenlaufs lässt sich vorwärts tippen. Versuch's! - Das Ganze wird dem Nutzer des Internet 3.0 durch die Sphärenmelodie der Sirene Barbra Streisand versüsst (etwas Geduld braucht's, bis sie einsetzt!). Hört den Windmills of your mind (Die Melodie ist von Mozart) bis zum Ende zu. Die hypnotische Tiefenentspannung erpart Euch die nächste Yogastunde.

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