Wenn auch die um sich greifende Gewalt der Schlagworte, der Hohl- und Sinnfüllsel, der in sich gespiegelten Lügen, der Vorwürfe an andere, die eigenen Straftaten und Verbrechen begangen zu haben (ein Beispiel muss hier genügen: die amerikanische CIA hat den Mailverkehr der Führung der demokratischen Partei im Verlaufe der amerikanischen Präsidentenwahl Wikileaks zur Verfügung gestellt und gleichzeitig durch die ihnen verpflichteten Propagandaportale wie Washington Post, New York Times u.a. die Leser wissen lassen, dass es nach ihren, der Geheimhaltung unterworfenen, Erkenntnissen russische Regierungskreise waren, welche in die digitalen Archive eingedrungen seien usw.) Das global orchestrierte Mediengezücht, dessen Anblick die einen an ihr Nichtverstehen fesselt, die anderen den Kopf in den Sand stecken lässt, soll unsere "täglich zu erneuernde" Kraft des Erwachens an der durch Erkennen geadelten Sprache auf die Probe stellen und uns bei der Aufnahme digital zubereiteter Vorstellungen zur gelassenen Zurückweisung mahnen. Denn unsere Aufgabe ist nicht die Richtigstellung der absichtvollen Lüge und die Entlarvung der sich selbst mit in den Abgrund reissenden Schlauheit, sondern diejenige, welche Johann Wolfgang von Goethe mit dem folgenden Satz erschöpfend zum Ausdruck gebracht hat:

«Wir haben das unabweichliche täglich zu erneuernde grundernstliche Bestreben: das Wort mit dem Empfundenen, Geschauten, Gedachten, Erfahrenen, Imaginierten, Vernünftigen, möglichst unmittelbar zuzsammentreffend zu erfassen.»